Auf unseren Infoseiten finden Sie Näheres zum Thema Lochplatten und Lochbleche: Sie kommen zum einen im Leierkasten zum Einsatz und sind andererseits aber auch als Halbzeug bekannt. Gestanzt werden Lochplatten aus Blechen oder Bändern zu Gittern und können zum Beispiel als Zäune, Filteranlagen, Lautsprechergitter, Siebe und, recht vielfältig, im Möbeldesign eingesetzt werden.
Damit aus einer Drehorgel (auch Leierkasten) Musik ertönt, muss der Spieler (Leierkastenmann) eine Kurbel drehen, durch die das Steuerungssystem im Inneren in Bewegung gesetzt wird – was man vor allem von Schaustellern auf Jahrmärkten kennt. Begleitet wird der Spieler meist von einem Plüsch-Äffchen, um an die echten Affen zu erinnern, die in der Vergangenheit als zusätzliche Attraktion galten. Eine Drehorgel besteht aus einem Pfeifenwerk, in dem sich Balgwerk, Windlade und Spieleinrichtung befinden und in dem Ventile Töne erzeugen. Die Ansteuerung der Töne geschieht durch einen Programmträger, bei dem es sich einst um eine Stiftwalze handelte. Ab dem 20. Jahrhundert kam an dieser Stelle ein Lochband bzw. ein Lochkarton zum Einsatz. Konnte eine Stiftwalze nur bis zu zwölf Musikstücke enthalten, ist die Spieldauer bei Lochbändern fast unbegrenzt. Bei elektronischen Steuerungen hat das beliebige Bewegen der Kurbel keine Auswirkungen mehr auf die Musik oder beeinflusst deren Geschwindigkeit.
Ein ähnliches mechanisches Musikinstrument findet man in Form einer Spieldose. Erst im 19. Jahrhundert gelang es, den Spielkamm aus einem einzigen Stück Stahlblech herzustellen. Dieser hat verschieden lange Zinklängen, die als Tonzungen bezeichnet werden und je einen Ton erzeugen. Die Tonwalze, die mit Stahlstiften besetzt ist, reißt die Zungen durch Drehungen an, wodurch sie schwingen und eine bestimmte Melodie erzeugen. Erhältlich sind sie als Spieldosen im Holzkasten, eingebaut in Schmuckkästchen, als Spieluhren oder in Dosen mit tanzenden Puppen.
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