Die Hammond-Orgel ist eine elektromechanische Orgel, die nach seinem Erfinder Laurens Hammond benannt wurde. Eigentlich war sie als Ersatz für die Pfeifenorgel gedacht, setzte sich dann aber immer mehr zum Unterhaltungsinstrument, vor allem im Bereich des Jazz und des Gospels, durch und breitete sich danach auch in anderen Musikrichtungen, wie Soul, Rock, Funk oder Reggae, aus. Besonders erfolgreich war sie in den 60er und 70er Jahren, in denen kaum eine Band mehr auf sie verzichtete, was vor allem an ihrem unverwechselbaren Klang lag. Aufgebaut sind die Instrumente aus zwei Manualen und einem Pedal. Der Erfinder der Orgel, Laurens Hammond, war selbst kein Musiker, erfand jedoch für seine produzierten Uhren einen Schleifringsläufermotor, auch Wechselstrom-Synchronmotor. 1933 hatte er dann die Idee, die Konstruktion auch auf eine Orgel anzuwenden, wofür er dann ein Jahr darauf ein Patent erhielt.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Orgel zusammen mit der Lautsprecherbox Leslie dann zu einem beliebten und wichtigen Instrument vieler Musikstile, die von vielen auch heute noch gehört werden, egal ob sie sich gerade beim Wohnen auf Zeit in München, in ihrer Wohnung zu Hause oder unterwegs im Auto befinden. Erzeugt werden die Töne in der Orgel in einem Generator. In diesem rotieren stählerne Tonräder vor elektromagnetischen Tonabnehmern, bei denen es sich um Permanentmagnete mit Spulen handelt. Da sich der Rand des Rades durch die Wellenform, die an ein Faltstore erinnert, periodisch dem Permanentmagneten entfernt und nähert, wird eine Wechselspannung erzeugt, die dann durch den Zugriegel, die Manuale und den Scanner geleitet wird. Eine Verstärkerstufe verstärkt das Tonsignal dann, wenn es den Lautsprecher ansteuert. Auch die Tonräder im Generator, die eine unterschiedliche Zähnezahl haben, werden von einem Synchronmotor angetrieben.